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Fachverband für Aikido in Bayern e.V.

anerkannter Facherverband im Bayerischen Landes-Sportverband e.V.

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Sektion Tendoryu

 

Kenji Shimizu Sensei, Begründer des Tendoryu Aikido, berichtet von seiner Zeit als Uchi-Dechi bei O-Sensei. Foto: TWA

Kenji Shimizu Sensei und Kenta Shimizu Waka Sensei, Dojo-cho Tendoryu Aikido, auf dem seit Jahrzehnten stattfinden Tendoryu-Herzogenhorn-Lehrgang im Schwarzwald. Foto: TWA

Unser Stil: Tendoryu-Aikido

 

Das Tendoryu-Aikido wurde von Kenji Shimizu Sensei aus Japan, einem der letzten Uchi-Deshi (persönlichen Schüler) von O-Sensei Morihei Ueshiba, begründet. „Tendo“ bedeutet so viel wie „der Weg des Himmels“ und ist zugleich der Name von Shimizu Senseis Geburtsort.

Hauptsitz des Tendoryu-Aikido ist das Tendokan in Tokio, das von Shimizu Sensei gemeinsam mit seinem Sohn Sensei Kenta Shimizu, Dojo-cho (Leiter) des Hauptdojos, geführt wird. Shimizu Sensei ist darüber hinaus Direktor des Tendoryu Weltverbandes Tendo-World-Aikido (NPO), abgekürzt TWA.

Tendoryu-Aikido zeichnet sich durch seine natürlichen, fließenden und runden Bewegungen aus. Durch das harmonische Zusammenspiel mit dem Partner und die Entwicklung eines natürlichen Ukemi entsteht über viele Jahre hinweg ein stetiges Wachstum des eigenen Ki und ein „wacher Geist“. Im Vordergrund steht dabei nicht das Besiegen anderer, sondern die Schulung des eigenen Selbst und die Entwicklung eines natürlichen Kokyo (Atem- und Energieflusses). Wie Shimizu Sensei im Buch Zen und Aikido betont, stärkt kontinuierliches Training mit wachem Geist die Fähigkeit, Aggressionen zu erkennen, zu verstehen und ihnen angemessen zu begegnen.

Zitat von Shimizu Sensei:

Foto: TWA

„Aikido ist Budo, das dem Fluss des Wassers ähnelt. Wasser ist von sich aus aktiv. Es bewegt Dinge und lässt sich nicht von Hindernissen aufhalten. Es ist von Natur aus rein, reinigt, absorbiert Gutes wie Schlechtes und hört nicht auf, seinen eigenen Weg zu finden.“

Geschichte von Shimizu Sensei

 

Foto: TWA

Kenji Shimizu wurde 1940 in Tendo Honami-cho, Japan, geboren. Mit 12 Jahren begann er Judo zu trainieren und erreichte schnell den 4. Dan Kodokan. Nach dem Abschluss seines Studiums an der Meiji-Universität 1962 wurde er 1963 von O-Sensei Morihei Ueshiba als einer der letzten Uchi-Deshi aufgenommen. Nach dem Tod O-Senseis 1969 gründete er in Tokio sein eigenes Dojo, zunächst Shimizu Dojo genannt, das er 1975 in Tendokan umbenannte.

1978 reiste Shimizu Sensei erstmals nach Deutschland, wo er seither regelmäßig Seminare abhält. Bald folgten Einladungen in weitere europäische Länder wie Belgien, die Niederlande, Frankreich und Serbien sowie nach Mexiko und Russland.

1982 gründete er schließlich den Stil Tendoryu (ten „Himmel“, do „Weg“, ryu „Schule“) und etablierte das Tendokan im Tokioter Stadtteil Sangenjaya als Hauptsitz dieser Stilrichtung. Den 8. Dan erhielt Shimizu Sensei Ende der 80iger Jahre vom Budoin-Renmei, der kaiserlichen Budo-Behörde.

Für seine besonderen Verdienste im kulturellen Austausch wurde Shimizu Sensei 2002 von der japanischen Kaiserfamilie zur Gartenparty im Akasaka-Kaiserpalast eingeladen. Im selben Jahr zeichnete ihn die japanische Außenministerin Yoriko Kawaguchi für seine jahrzehntelange Verbreitung des Aikido im Ausland aus.

Sektion Tendoryu im FAB

 

Die Sektion Tendoryu wurde 1995 als eine der ersten Sektionen im FAB gegründet und zählt mit rund 300 Aikidoka aus acht Mitgliedsvereinen zu den stärksten Sektionen im Verband.
Vorläuferin der Sektion war die Sektion Aikido im Bayerischen Judo-Verband e. V., als sich der Deutsche Judo-Bund e. V. noch als Vertreter des Budo in Deutschland sah.

Mitgliedsvereine

Derzeit gehören folgende Vereine zur Sektion:

  • TSV Deggendorf e.V.
    http://aikido-deggendorf.de/
  • TSV München-Großhadern e.V.
    http://aikido-in-muenchen.de/
  • TG Kitzingen e.V.
    http://tg-kitzingen.de/
  • TSV Starnberg e.V.
    http://tsv-starnberg.de/own_pages/view/5
  • TSV Markt Erlbach e.V.
    http://tsvmarkterlbach.de/aikido.html
  • SV Planegg-Krailling e.V.
    https://svplanegg.de/kampfsport/aikido/
  • FTM Süd e.V.
    http://ftm-sued.de/sportangebot/aikido-kampfkunst/
  • VFL Landshut-Achdorf
    http://vfl-landshut-achdorf.de/aikido/

Interessierte sind in allen Vereinen herzlich willkommen – ein unverbindliches Probetraining kann jederzeit nach vorheriger Kontaktaufnahme vereinbart werden.

Die Sektionsleitung

Bodo-Klaus Eidmann   
(1. Vorsitzender)
4. Dan Tendoryu Aikido
Tendoryu Aikido seit 1986 beim TSV München-Großhadern von 1926

Foto: TWA

Benjamin Wanning
(2. Vorsitzender)

1. Dan Tendoryu Aikido

Foto: TWA

Leitbild und Aufgaben

Leit- und Vorbild der Sektion ist Shimizu Sensei, der Begründer des Tendoryu-Aikido aus Japan. Gemeinsam mit seinem Sohn Sensei Kenta Shimizu, Dojo-cho des Tendokan in Tokio, prägt er die Ausrichtung der Stilrichtung weltweit.

Die Sektion hat sich zum Ziel gesetzt, Tendoryu-Aikido in Bayern nachhaltig zu verbreiten und zu fördern. Dazu organisiert sie regelmäßig Lehrgänge mit hochrangigen Vertretern des Tendoryu aus Europa, wodurch der Austausch zwischen Dojos vertieft und die Qualität des Trainings gesichert wird. Dojoleiter sind in der Regel Träger einer vom Tendokan ausgestellten Lehrbefugnis, die ihre enge Anbindung an das japanische Hauptdojo unterstreicht.

Graduierungen und Kleidung

Das Graduierungssystem orientiert sich – wie im Judo – an fünf absteigenden Kyu-Graden (5–1) und den darauf folgenden aufsteigenden Dan-Graden (1, 2, 3 …).

  • Kyu-Grade tragen ausschließlich einen weißen Gürtel sowie nach Möglichkeit von Beginn an einen schwarzen Hakama.
  • Dan-Grade tragen, wie in fast allen Aikido-Stilen üblich, einen schwarzen Gürtel und einen schwarzen Hakama.

Hall of Fame

Robert Hundshammer, 6. Dan, Deggendorf
Robert Hundshammer steht für jahrzehntelange Hingabe zum Tendoryu Aikido. Mit seinem tiefen technischen Verständnis, seiner klaren Linie und seinem unermüdlichen Engagement als Lehrer und Vorbild hat er Generationen von Budoka geprägt. Er ist Ansprechpartner für das Tendoryu Aikido in Deutschland.

Foto: TWA

Dr. Matthias Weißer, 4. Dan, Markt Erlbach
Als engagierter Trainer und zuverlässiger Pfeiler des FAB hatte Dr. Matthias Weißer als erster Vorsitzender der Sektion Tendoryu zur Verbreitung und qualitativen Weiterentwicklung des Tendoryu beigetragen.

Foto: TWA

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